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Mal eben über den Harz kam der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, um in der Osteroder Stadthalle die fast 400 Genossinnen und Genossen sowie weitere politisch interessierte Bürger davon zu überzeugen, warum am 22. September die schwarz-gelbe Regierung abgelöst gehört.

Zuvor stimmte Wilhelm Priesmeier als SPD-Bundestagsabgeordneter und Bundestagswahlkandidat die Zuhörer auf die verbleibenden 18 Tage bis zur Wahl ein. „Gestalten statt aussitzen ist das Motto der SPD – wie es Peer Steinbrück während des TV-Duells gesagt hat. Deutschland muss aus dem Kreisverkehr von Schwarz-Gelb herauskommen. Daher ist der Wahlsieg der SPD keine Frage der Möglichkeit, sondern der Notwendigkeit“, sagte Priesmeier, versprach die restlichen 18 Tage bis zur Wahl für einen rot-grünen Sieg zu kämpfen und forderte die Anwesenden auf, jetzt bei der Veranstaltung Klartext mit Sigmar und Wilhelm zu reden.

Für den Wahlkreis Northeim-Goslar-Osterode sei es wichtig, die regionale Wirtschaftsleistung leistungsstark zu erhalten, denn bis 2030 werde die Bevölkerung um bis zu 25 Prozent schrumpfen, erklärte Wilhelm Priesmeier. „Wenn wir nicht zum Altenheim der Nation werden wollen, brauchen wir die qualifizierten jungen Leute hier vor Ort, die mit ihren Familien in Osterode leben und arbeiten und das ihr ganzes Leben lang“, zeigte der SPD-Bundestagsabgeordnete auf. Die SPD begreife die demografische Entwicklung als Chance, neue Ideen und Projekte anzustoßen. „Dazu gehört der Ausbau des schnellen Internets, denn das gehört heutzutage zum Standard.“

Mit einem Rückblick auf 150 Jahre SPD startete Parteichef Sigmar Gabriel seine Rede. Eine Partei schaffe dieses nur, weil sie treue und mutige Mitglieder wie Gertrud Steschulat, die seit 60 Jahren in der SPD ist, habe, die auch in schwierigen Zeiten die Ziele der Sozialdemokratie verteidigen. "Die SPD ist die Partei, wo kleine Leute Großes geleistet haben", charakterisierte er die Partei. Mindestlohn, Pflege, Bildung, Kita-Plätze oder Renten und soziale Gerechtigkeit waren die weiteren Kernthemen der Rede des Parteichefs, die mit viel Beifall bedacht wurde, bevor Sigmar Gabriel die Fragen aus dem Publikum beantwortete.

Abschließend richtete Sigmar Gabriel seinen Appell an das Publikum, am 22. September Wilhelm zu wählen. „Wilhelm ist mit der Region fest verwurzelt und er weiß, um die Probleme hier vor Ort. Mit Wilhelm habt ihr einen kompetenten Vertreter in Berlin, der als Fachmann für Agrar und ländlichen Raum ein gutes Standing hat und der viel Gehör findet.“ Kanzlerin Angela Merkel bezeichnete er als große "Anscheinserweckerin", die die wichtigen Themen aussitzt, statt sie anzugehen. Daher gehört sie am 22. September abgewählt.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Peter Wendlandt, MdL Karl-Heinz Hausmann und Wilhelm Priesmeier ehrten anschließend weitere 32 Genossinnen und Genossen für 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft in der SPD.

Dr. Wilhelm Priesmeier
Dr. Wilhelm Priesmeier
Ankunft Sigmar Gabriel
Ankunft Sigmar Gabriel
Begrüßung der Schwiegershäuser Feuerwehrkapelle
Begrüßung der Schwiegershäuser Feuerwehrkapelle
Karl Heinz Hausmann moderierte die Veranstaltung
Karl Heinz Hausmann moderierte die Veranstaltung
Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel
Ortsvereinsvorsitzender Peter Wendlandt
Ortsvereinsvorsitzender Peter Wendlandt
Gertrud Steschulat wurde für 60-ährige Mitgliedschaft geehrt
Gertrud Steschulat wurde für 60-ährige Mitgliedschaft geehrt
Ein Glas Honig für den Gast
Ein Glas Honig für den Gast
Autogrammstunde
Autogrammstunde
Sascha Schwerin, Ortsvereinsvorsitzender Herzberg
Sascha Schwerin, Ortsvereinsvorsitzender Herzberg

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