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17. März 2017: SPD-Vorstoß bringt Bewegung in den Dorster Hochwasserschutz

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Der Hochwasserschutz in Dorste steht seit mehreren Jahrzehnten auf der kommunalpolitischen Agenda. Bislang hieß das Ziel HQ100. Darunter versteht man einen Schutz, der ausreicht, um vor Hochwassern zu schützen, die nur einmal in 100 Jahren auftreten. Um dieses Ziel zu erreichen müssten 7 Rückhaltebecken gebaut werden, die 1,4 Mio. Euro zzgl. Ingenieurleistungen kosten würden. Der Bau müsste allein aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden. Fördergelder stehen hierfür nicht zur Verfügung.

So verwundert es nicht, dass bslang nichts aus dem Vorhaben geworden ist.

Mit dem in der Haushaltsrede von Jörg Hüddersen angekündigten Vorstoß der SPD kommt nun Bewegung in das festgefahrene Thema. Statt für viel Geld einen maximalen Hochwasserschutz anzustreben, sieht das neue Konzept die Renaturierung des Mühlenbaches und den Bau höchstens eines Rückhaltebeckens vor. Zwar kostet die Renaturierung auch 860.000,00 €, dieses Vorhaben ist aber zu 90% förderfähig, sodass für den städtischen Haushalt nur ein Eigenanteil von 86.000 € übrig bleibt. Diese Summe ist finanzierbar und damit besteht zum ersten Mal seit Jahren wieder eine realistische Chance auf einen Hochwasserschutz in Dorste. Dieser wird zwar nicht den Standard HQ100 erfüllen, bietet aber einen Basisschutz gegen kleinere und mittlere Hochwasser.

Derzeit werden die Details der Förderung geklärt und die Planung verfeinert. Davon und von der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt wird es abhängen, wann die Maßnahmen umgesetzt werden können. Außerdem werden im Rahmen der Flurbereinigung bereits jetzt die Weichen für die Nutzung der Flurstücke entlang des Baches gestellt.

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