SPD-Vorstoß bringt Bewegung in den Dorster Hochwasserschutz

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Der Hochwasserschutz in Dorste steht seit mehreren Jahrzehnten auf der kommunalpolitischen Agenda. Bislang hieß das Ziel HQ100. Darunter versteht man einen Schutz, der ausreicht, um vor Hochwassern zu schützen, die nur einmal in 100 Jahren auftreten. Um dieses Ziel zu erreichen müssten 7 Rückhaltebecken gebaut werden, die 1,4 Mio. Euro zzgl. Ingenieurleistungen kosten würden. Der Bau müsste allein aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden. Fördergelder stehen hierfür nicht zur Verfügung.

So verwundert es nicht, dass bslang nichts aus dem Vorhaben geworden ist.

Mit dem in der Haushaltsrede von Jörg Hüddersen angekündigten Vorstoß der SPD kommt nun Bewegung in das festgefahrene Thema. Statt für viel Geld einen maximalen Hochwasserschutz anzustreben, sieht das neue Konzept die Renaturierung des Mühlenbaches und den Bau höchstens eines Rückhaltebeckens vor. Zwar kostet die Renaturierung auch 860.000,00 €, dieses Vorhaben ist aber zu 90% förderfähig, sodass für den städtischen Haushalt nur ein Eigenanteil von 86.000 € übrig bleibt. Diese Summe ist finanzierbar und damit besteht zum ersten Mal seit Jahren wieder eine realistische Chance auf einen Hochwasserschutz in Dorste. Dieser wird zwar nicht den Standard HQ100 erfüllen, bietet aber einen Basisschutz gegen kleinere und mittlere Hochwasser.

Derzeit werden die Details der Förderung geklärt und die Planung verfeinert. Davon und von der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt wird es abhängen, wann die Maßnahmen umgesetzt werden können. Außerdem werden im Rahmen der Flurbereinigung bereits jetzt die Weichen für die Nutzung der Flurstücke entlang des Baches gestellt.

 

2 Kommentare zu SPD-Vorstoß bringt Bewegung in den Dorster Hochwasserschutz

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Jörg Hüddersen

am um 22:23 Uhr

 

Sehr geehrter Herr Lüer, an dem Thema sind wir weiterhin dran. Gerade heute war der Hochwasserschutz in Dorste wieder Thema auf unserer Fraktionsklausur. Leider ist das nichts, was sich so ganz schnell erledigen lässt. Neben dem Hereinholen von Fördermitteln müssen eigene Finanzen aufgebracht und einige Vorplanungen erledigt werden. Immerhin wurden durch die Stadt seit letztem Jahr bereits einige Grundstücke angekauft, die für die Umsetzung benötigt werden. Für uns steht das Thema ganz weit oben auf der Agenda, aber zur kommunalpolitischen Realität gehört eben auch, dass sich solche Projekte über einige Jahre hinziehen, selbst wenn es alle wollen. Wir sind schon ein kleines Stück weitergekommen und bleiben dran! Viele Grüße, Jörg Hüddersen

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Dirk Lüer

am um 08:15 Uhr

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Anlieger des Dorster Dorfbaches löst jegliche Unwetterwarnung bei mir ein flaues Gefühl in der Magengegend aus, so auch gestern (07.06.2018). In bisher nicht gekannter
Geschwindigkeit füllte sich der Dorfbach innerhalb weniger Minuten und trat im Bereich des Postweges über die Ufer und überflutete dortige Grundstücke. Zu größeren Schäden an Wohnhäusern kam es -Gott sei Dank- nicht, da das Unwetter nur wenige Minuten andauerte. Diese Überflutungen treten mittlerweile in immer kürzeren Abständen auf. Es ist somit wohl keine Frage des "ob", sondern nur des "wann" es wieder zu einem sehr schadensträchtigen Hochwasser kommt. Deshalb möchte ich auf den sehr begrüßenswerten Vorstoß der SPD aus 2017 Bezug nehmen und anfragen, ob diese Bemühungen mittlerweile Früchte getragen haben.
Sollten zur Illustration aktuelle Fotos (Hochwasser vom07.06.2018) benötigt werden, stelle ich diese gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Lüer


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